Rollenspielhintergrund: Ein geheimnisvolles Dokument

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Csilla Aculeo
Beiträge: 927
Spieler/-in: Mara
Spiel / Gilde: GW2 / Drachenwächter
Charaktere: Csilla Aculeo, Scura Mellyrn
Steam: Calad

Rollenspielhintergrund: Ein geheimnisvolles Dokument

Beitragvon Csilla Aculeo So 2. Sep 2012, 07:40

Stellt euch einen gutaussehenden Mann mittleren Alters vor, einen ehemaligen Lebemann, adelig von Geburt, aber ohne Standesdünkel, dessen Kampfkünste ein wenig eingerostet sind und der sich langweilt. Sein Name ist Arthur Varó.
Eines Tages findet er in der Bibliothek seiner Familie ein altes Dokument, das von einer nicht näher definierten Bedrohung spricht und davon, dass nur Eingeweihte mehr wissen dürften. Unterzeichnet ist das Dokument nicht mit einem Namen, sondern mit einem Symbol, das eine Klaue und ein einzelnes Auge zeigt.

Neugierig geworden fragt er natürlich zuerst in seiner Familie, doch niemand kann ihm Auskunft geben. Er beschließt, einen Freund aus alten Tagen aufzusuchen, den kampferprobten Uthgar Bärenfreund, der schon fast überall in Tyria war und viel gesehen hat. Doch Uthgar kennt weder das Symbol noch hat er je von einer geheimnisvollen Bedrohung gehört. Was sollte das sein? An der Bedrohung durch die Charr sei nichts Geheimnisvolles. Er meint sogar ein wenig von oben herab, wenn er auf seinen langen Reisen nichts davon mitbekommen hat, könne nicht viel dran sein. Sollte aber doch mehr dahinterstecken und Arthur Varó Hilfe von einem erfahrenen Kämpfer benötigen, würde er ihn natürlich ohne Zögern unterstützen. Schließlich gebiete das schon sein Ehrgefühl.

Arthur Varó verlässt etwas enttäuscht seinen Freund. Statt nach Hause zu gehen kehrt er in einer zwielichtigen Spelunke im Salma-Viertel ein, die er von seinen früheren Streifzügen kennt. Er betrachtet gerade nochmal das geheimnisvolle Dokument, als er sich plötzlich beobachtet fühlt. Er dreht sich um und sieht zu seiner Überraschung Csilla Aculeo hinter sich stehen, eine sehr attraktive, aber leichtlebige Frau. Er kennt sie, weil er mit ihr vor ein paar Jahren mal eine ziemlich wilde Nacht verbracht hat.
Für einen kurzen Moment hat er das Gefühl, sie hätte das Dokument angestarrt, doch gleich darauf sieht er nur mehr ihre dunklen, unergründlichen Augen und ihr Lächeln. Csilla Aculeo scherzt eine Zeitlang mit ihm, verabschiedet sich dann aber bald und verlässt mit eiligen Schritten die Taverne. In diesem Moment erinnert sich Arthur Varó wieder an seine Suche.

Lange grübelt er, an wen er sich nun wenden könnte. Da fällt ihm der Waldläufer Raskir Thurason ein, denn er weiss, dass Raskir ein guter Beobachter und Zuhörer ist und eine Menge Leute kennt. Vielleicht hat er ja was gehört oder gesehen. Arthur Varó macht sich also auf die Suche nach Raskir Thurason und findet ihn schließlich im Händlerviertel bei den Ledermachern.
Als Raskir das Dokument sieht, bleibt sein Blick nachdenklich am Symbol haften. Er erklärt Arthur, dass er so etwas schon mal gesehen hätte und zwar an einer Tür in der Nähe der Kormir-Hochstraße hier in Götterfels. Gemeinsam suchen Sie das Haus und finden es tatsächlich unweit des Stadttores beim Kormir-Platz. Am rechten oberen Eck der Haustüre ist dasselbe Symbol wie auf dem Dokument zu sehen, allerdings so verblasst, dass weniger geübte Augen wie die von Raskir Thurason sicher daran vorbeigelaufen wären.

Arthur Varó und Raskir klopfen an die Tür und werden von einer alten, verhunzelten Frau empfangen, die anscheinend nicht im Geringsten überrascht über ihr Kommen ist. Abschätzend betrachtet sie die beiden, nickt dann und führt sie in ein kleines gemütliches Zimmer. Ohne Überleitung verlangt sie das Dokument zu sehen, das ihr der überrumpelte Arthur Varó auch gleich gibt. Sie befühlt das Papier, riecht daran und bevor sie einer ihrer Besucher hindern kann, hält sie es über eine Kerzenflamme. Zum Erstaunen der beiden Männer erscheint unter dem Symbol jetzt ein Schriftzug: „Drachenwächter“.
Die alte Frau lächelt befriedigt. Dann meint sie, dass sie auf diesen Moment schon sehr lange gewartet hätte. Ob die beiden Männer einerseits verschwiegen und andererseits bereit für ein Abenteuer wären? Auch wenn es sie das Leben kosten könnte? Gespannt bejahen die beiden.

Nun erzählt sie ihnen, dass sich vor etwa 100 Jahren nach dem Erwachen des Drachen Zhaitan und der Erhebung von Orr, das zur Zerstörung des alten Löwenstein führte, ein paar Männer zu einem Bund zusammengeschlossen hatten. Sie nannten sich die „Drachenwächter“, ihr Wappen bestand aus einer Drachenklaue und einem wachsamen Auge. Ihr Hauptsitz war in einem der umgebauten Schiffsrümpfe, die das neue Löwenstein bildeten.
Ihr Ziel war es, ein Mittel zu finden, das den alten Drachen ein für alle Mal Einhalt gebieten sollte. Sie mussten im Verborgenen handeln, denn sonst hätten sie womöglich die Aufmerksamkeit eines Drachen auf sich und damit auf ganz Kryta gezogen.
Gerüchteweise hatte der Bund mit der Zeit große Fortschritte gemacht, die Erkenntnisse umfangreich dokumentiert und an einem nur dem jeweiligen Leiter bekannten Ort deponiert. Außerdem war der Platz verklausuliert in einigen wenigen Dokumenten festgehalten, für den Fall, dass dem Leiter etwas zustoßen sollte.

Im Jahre 1307 N.E., also vor 18 Jahren wollte der Bund seinen Hauptsitz nach Götterfels verlegen, denn ihre Arbeit war in Löwenstein immer wieder sabotiert worden, ohne dass sie herausgefunden hätten, wer dahintersteckte. Doch auf dem Weg nach Götterfels wurden sie überfallen und niedergemetzelt. Nur ein Mitglied überlebte den Hinterhalt schwer verletzt und konnte sich mit letzter Kraft in dieses Haus hier in Götterfels retten, das eigentlich als neuer Hauptsitz vorgesehen gewesen war. Dieser Mann war ihr Vater. Er konnte ihr nur mehr dasselbe mitteilen, was sie jetzt auch Arthur Varó und Raskir Thurason erzählt hat, dann starb er. Das Dokument, das Arthur gefunden hat, muss eines der Hinweise auf das Archiv sein. Leider wisse sie nicht, auf welche Weise der Hinweis verschlüsselt ist, aber sie sollten gemeinsam versuchen, das Rätsel zu entschlüsseln.

Die alte Frau schaut die beiden durchdringend an. Ob sie gewillt wären, die Suche nach dem Depot der Drachenwächter aufzunehmen? Mehr noch, ob sie die Arbeit des Bundes fortsetzen und schlussendlich den finalen Kampf mit den Drachen führen würden? Sie würden noch ein paar tapfere und verschwiegene Mitstreiter benötigen, denn wer weiss, was bei der Suche nach einer Waffe gegen die Drachen alles auf sie zukommen würde. Doch Arthur Varó und Raskir Thurason sind bereits entschlossen, die Sache in die Hand zu nehmen. Schließlich haben sie genügend vom Erwachen des Kristalldrachens Kralkatorrik vor 5 Jahren gehört, der halb Ascalon mit seinem Drachenbrand verwüstete, um sich der Herausforderung bewusst zu sein. Arthur Varó erzählt auch von seinem Freund Uthgar Bärenfreund, der ja versprochen hat, zur Stelle zu sein, wenn noch ein Kämpfer benötigt würde.

Die alte Frau ist sichtlich zufrieden. Sie steht auf und reckt sich. Doch sie wirkt plötzlich gar nicht mehr so alt und runzelig, ganz im Gegenteil. Vor den beiden Männern steht eine schöne Frau und Arthur Varó erkennt zu seinem größten Erstaunen Csilla Aculeo. Sie lächelt die beiden entschuldigend an und meint, dass sie erst sicher sein musste, dass sie ihnen vertrauen kann, bevor sie ihre übliche Tarnung als lebenslustige aber ziemlich gewissenlose Femme fatale aufgibt. Die Illusion der alten Frau hätte ihr dabei schon öfter gute Dienste geleistet……

Gemeinsam machen sie sich nun auf den Weg zu Uthgar Bärenfreund. Sie erzählen ihm die Geschichte und getreu seiner Ankündigung erklärt er sich rasch bereit, die Sache des Bundes voranzutreiben.

Die vier beschließen, die Drachenwächter wieder auferstehen zu lassen. Sie schwören sich Beistand und Verschwiegenheit und weil keiner von ihnen dem Feiern wirklich abgeneigt ist, nicht einmal Uthgar Bärenfreund, wird es eine lange und feuchte Nacht……
Augen sind trügerisch. Vertraue deinem Instinkt!

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